Literaturtipp: Max Scharniggs Treppenhaus-Panorama

Der Debütroman Die Besteigung der Eiger-Nordwand unter einer Treppe von Max Scharnigg handelt von Nikol Nanz, einem überarbeiteten Journalisten, der eines Abends nach Haus kommt und dort vor der Wohnungstür “die grünen Halbschuhe eines Mannes, die ordentlich neben unserer Fußmatte abgestellt waren” vorfindet. Von drinnen sind die Stimmen seiner Freundin und eines Unbekannten zu hören, und dann wird noch die Türkette vorgehängt.

Statt nun nachzuforschen, was da in seiner Wohnung vorgeht, richtet sich Nanz häuslich unter der Treppe ein, versteckt hinter Papierkorb und Kinderwagen. Dort schreibt er im Kopf weiter an seinem letzten Artikel über die Erstbesteigung der Eiger-Nordwand 1938.

Bald jedoch wird er in seinem Versteck von einem Mitbewohner aus dem Erdgeschoss aufgestöbert, dem Gletscherfotografen Schmuskatz. Dieser versorgt ihn mit Essen, Trinken und Gesprächen; letztendlich brechen beide in voller Alpinistenmontur zur Besteigung und Bezwingung des zweiten Stocks auf.

Ziemlich verrückte 143 Seiten, die aber wirklich Spaß machen bei der Lektüre.
Amazon-Link

Dieser Beitrag wurde unter Kulturelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.